Besuch im Kinderhaus

Kristin und Markus haben Raymi besucht – Raymi und Team-Peruhilfe sagen Danke!!
Hier ihre Eindrücke und Bilder:

14.05.2014 – Casa Daniela: Heute ist ein besonderer Tag für uns, denn wir werden das letzte soziale Projekt unserer Reise besuchen. Ich hatte bereits vor circa einem Jahr erfahren dass Nora, eine ehemalige Schulkollegin, eine wohltätige Einrichtung für Kinder in Peru mitgegründet hatte. Von diesem Engagement schwer beeindruckt, wollte ich sie bei Ihren Bemühungen unbedingt unterstützen. Dank der finanziellen Hilfe unserer lieben Freunde an unserer Abschiedsparty hatten wir genügend Geld übrig um dies auch zu tun. Bevor ich unseren Tag im Casa Daniela ausführe, würde ich gerne ein paar Worte zu dem Projekt verlieren: Das Casa Daniela ist ein Ort für Kinder der Grundschule (Altersstufen 6-11 Jahren) um nach dem Unterricht an den öffentlichen Schulen einen sicheren Platz zum Lernen und Spielen zu haben. Dabei muss man sich vorstellen, dass viele der betreuten Kinder in Hütten wohnen, die aus Plastikfolie und Brettern gezimmert sind. Oftmals haben sie „zu Hause“ weder Strom noch fließend Wasser. Diese Kinder sollen durch die Betreuung an 3 Tagen in der Woche, die Möglichkeit bekommen ihre Kreativität zu nutzen und zu entwickeln. Sie sollen in einem schönen und sicheren Ort, Hoffnung und Selbstbewusstsein schöpfen um Ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und der Teufelsspirale der Armut entfliehen zu können. Zur Geschichte und zu allen weiteren Hintergründen schaut bitte auf die Homepage www.teamperuhilfe.de. Nun zu unserem Tag im Casa Daniela: Morgens werden wir von Augusto, dem Vorsitzenden des Projektes in unserem Hotel abgeholt. Er erzählt uns alles zu dem Projekt und gibt uns zunächst noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Lima Centro. Wir fahren durch Lima in Richtung Lurin, wo sich das Kinderhaus befindet, und stellen fest, dass Lima eine riesige Stadt ist. Das Stadtbild ändert sich schnell und aus den Hochhäusern und westlichen Geschäften werden baufällige Häuser ohne Dächer und staubige Straßen. Augusto erklärt uns ausführlich die Probleme der Bevölkerung und bringt uns schließlich zu den „Hüttchen“ einiger Familien, deren Kinder ins Casa Daniela kommen. Die Bedingungen unter denen die Menschen hier leben, machen uns fassungslos. Auf einem staubigen Bauplatz bieten vernagelte Bretter und Plastikfolien den einzigen Schutz vor der Witterung. Ein einziger Wasserhahn ist der Zugang zu fließendem Wasser für circa 20 Familien. Ich denke man braucht nicht weiter zu erörtern, wie die hygienische Situation sich darstellt. Die Wohnorte haben weder eine Kanalisation noch Strom. Nach diesen beklemmenden Eindrücken, geht uns das Herz auf als wir zum ersten Mal das Casa Daniela sehen. Hinter einem sicheren Tor, befindet sich ein fröhlich bemaltes Haus und obwohl erst das Erdgeschoss fertig gestellt ist, kann man sich gut vorstellen, dass hier die Kinder sich wohlfühlen können. Augusto führt uns ausgiebig durch alle Räume und wir sind ganz angetan. Alles ist wirklich gut durchdacht, freundlich gestalten und gepflegt. Es gibt zwei Klassenräume, mit altersgerechten Kindermöbeln, Bäder für Kinder und Erwachsene mit hygienischen Toiletten und sogar warmen Duschen. In der Küche angekommen, erklärt uns Augusto, dass im Moment das Geld für Küchenschränke fehlen würde, aber dass diese geplant seien. Ansonsten scheint die Küche gut ausgestattet zu sein und wir sind beeindruckt von den riesigen Töpfen. In diesen wird bei Festen für die komplette Gemeinde aufgekocht. Des Weiteren gibt es im Casa noch eine Bibliothek, in der die älteren Kinder sich aufhalten können und einen Gemeinschaftsraum zum musizieren. Nach einem kurzen Mittagessen in einem authentischen Restaurant führt uns Augusto zum Garten im Nachbargrundstück. Die Kinder haben dort einen Obstgarten angelegt und wir ernten gleich ein paar Maracujas und Guaven um daraus super leckere Säfte herzustellen. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon ist es um drei und die ersten Kinder kommen eingetrudelt. Wir erleben hier aufgeschlossene, selbstbewusste und sehr höfliche Kinder die uns alle persönlich mit Handschlag und Wangenküsschen begrüßen. Unser Gastgeber führt uns als nächstes in den unfertigen zweiten Stock und erklärt uns Zimmer für Zimmer die Pläne für den weiteren Bau. Wie so oft steht der schnellen Realisierung von Ärztezimmer, Speisesaal und Spielzimmer das fehlende Geld im Wege. Augusto erklärt um das Haus fix und fertig zu bauen bräuchte er circa 85.000 USD, damit können wir leider nicht auf einmal dienen, doch in unseren Köpfen rattern schon die ersten Ideen um diesem wunderbaren Projekt unter die Arme zu greifen. Auch fehlen eigentlich zwei weitere Lehrerinnen für Unterricht an allen Tagen der Woche und eine Sekretärin für die administrativen Tätigkeiten, die im Moment Augusto ganz alleine nebenbei erledigen muss. Aber auch dafür fehlen monatliche Einnahmen. Wir können jedoch mit unserem Spendengeld dafür sorgen, dass ein dringend benötigter Computer angeschafft werden kann. Dies verkündet Augusto auch sogleich der Kinderschar, die uns dies mit Jubeln und Kinderlachen dankt. Wir unterhalten uns noch ein wenig mit den interessierten Kids und zeigen ihnen Fotos unserer Reise. Aber jeder noch so schöne Tag hat irgendwann ein Ende und so verabschieden wir uns am späten Nachmittag von unseren neuen Freunden und Freundinnen. Augusto lädt uns noch zu einer Brotzeit zu sich nach Hause ein und bringt uns danach zurück in unser Hotel. Vielen lieben Dank an Augusto der sich soviel Zeit genommen hat und uns geduldig alles erklärt hat, an Nora die den Kontakt hergestellt hat und an alle die uns Ihre Spendengelder anvertraut haben für diesen einmaligen Tag im Casa Daniela!!! K. 13.05.2014 – Lima, Miraflores Die Busfahrt ist zwar sehr kurvig aber wie erwartet äußerst angenehm und kurzweilig. Am Nachmittag erreichen wir Lima und sind froh als wir unser Zimmer im Hotel sofort beziehen können. Nachdem wir uns frisch gemacht haben, ziehen wir los und erkunden Miraflores. Dies ist ein etwas wohlhabenderer Stadtteil Limas und wir fühlen uns hier pudelwohl. Das Flair vermittelt uns ein richtiges Urlaubsgefühl, die warme Luft riecht nach Meer, die Straßen sind nett beleuchtet und wir kehren in ein schönes Lokal ein. Vielen Dank Lima für diesen herzlichen Empfang! K.

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Keramikkurs

Ein Künstler des benachbarten Kunsthandwerkbetriebs bringt den Kindern das Arbeiten mit Ton bei:

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“Children for a better World” ermöglicht den Bau des Außentors

Dank der großzügigen Unterstützung durch “Children for a better World” konnte in Lurín endlich das Außentor und der Eingangsweg zum Kinderhaus “Casa Daniela” gebaut werden. Nun besitzt das Haus ein sicheres und gefestigtes Eingangsportal und eine eigene Zufahrt.

Die Zufahrt wird gebaut

neuer Eingang

Weg und Tor

Ansicht von außen

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iFeliz Navidad!

Liebe Freunde der Team-Peruhilfe e.V.

Auch dieses Jahr möchte ich die ´stade Zeit´ dazu nutzen, allen Freunden, Unterstützern und Interessierten kurz das Neueste über das Kinderhaus CASA DANIELA in Nuevo Lurin, das von Team-Peruhilfe e.V. unterstützt wird, zu berichten.
In Zusammenarbeit mit unserem peruanischen Partnerverein „Zentrum für soziale Förderung und kulturelle Behauptung RAYMI“ haben wir uns gemeinsam das Ziel gesetzt, das Kinderhaus CASA DANIELA in Nuevo Lurin (Großraum Lima) zu errichten, um dort die Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern und ihnen so in Zukunft auch ihre Ausbildungschancen zu erhöhen.

HAUSBAU
Das Haus ist nun seit über einem Jahr in Betrieb und wird von den Kindern, Jugendlichen, aber auch von Mitgliedern der Gemeinden rege genutzt. Die Räume sind alle in einem schönen, lernfördernden Ambiente gestaltet, in einem Raum konnte dank der Unterstützung durch die Alexander-von-Humboldt-Schule eine kleine Schüler-Bibliothek eingerichtet werden.

Leider konnte der Erwerb eines Nachbargrundstücks auf dem ein Pausenhof mit Spielplatz errichtet werden sollte, aufgrund der immens gestiegenen Grundstückspreise nicht realisiert werden, was alle Beteiligten sehr bedauern. Dennoch fühlen sich die Kinder im Haus wohl und finden hier vielfältige Gestaltungs- und Aktivitätsmöglichkeiten, sowohl für Lern-Zeit als auch für Frei-Zeit.

PÄDAGOGISCHE ARBEIT
Von Januar bis Ende Februar fanden im Kinderhaus wiederum die sogenannten ´vaciones utiles´ (Ferienbetreuung während der offiziellen Schulferien) statt. Es gab Tanz- und Malkurse sowie verschiedene Aktivitäten im Garten.
Mitte März begann wieder die eigentliche pädagogische Arbeit, in der den Kindern in zwei Gruppen (5-8-jährige und 9 -12jährige Kinder) mathematisches und sprachliches Wissen vermittelt wird. Diese Arbeit trägt Früchte, da wir nun vermehrt Rückmeldung bekommen haben, wie sehr die Leistungen und das Können der Kinder durch die Lehr- und Lernangebote im Kinderhaus wachsen.

Die Kinder beim Lernen Die Kinder in der Bibliothek

Nun ergibt sich jedoch das Problem, dass die ersten Kinder, die im Kinderhaus aufgenommen wurden, ihren 13. Geburtstag feiern, so dass sie im Kinderhaus aufgrund fehlender Mittel für einen zusätzlichen Pädagogen, der eine Gruppe der Jugendlichen leiten könnte, kein weiteres Angebot mehr vorfinden. Daher stellt sich für uns nun in der kommenden Zeit vorrangig das Ziel, das Spendenaufkommen soweit auszubauen, dass das Gehalt eines Pädagogen, (zumindest Teilzeit, ca. 200 Euro monatlich) aufgebracht werden kann.

Natürlich gibt es weiterhin kreative, sportliche und spielerische Angebote. Außerdem findet begleitend Arbeit mit den Eltern statt (Elterngespräche, Aufklärung über erziehungs- und gesundheitsrelevante Themen etc.). Dieses Jahr besuchten auch Zahnärzte das Kinderhaus, untersuchten die Kinder und gaben Informationen zur Zahngesundheit und –pflege.

Ich möchte im Namen der Team-Peruhilfe e.V. und natürlich auch im Namen von Augusto Alvizuri Berrocal, dem Vorsitzenden unseres Partnervereins RAYMI und den Kindern im Kinderhaus allen von ganzem Herzen danken, die – auf welche Art auch immer – dazu beigetragen haben, dass unser Projekt nun soweit vorangeschritten ist!

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Arbeit auch in Zukunft unterstützen würden, um auf diesem guten Weg weitergehen zu können und unser Angebot nachhaltig absichern zu können! Momentan finanzieren wir die pädagogische Arbeit zum Teil aus Reserven, daher sind wir – auch um eben einen weiteren Pädagogen anstellen zu können – vor allem darauf angewiesen, weitere Dauerspenden (monatliche Spende) zu finden. Auch finden Sie auf unserer Homepage viele Anregungen, was im Kinderhaus noch benötigt wird (z.B. pädagogische Materialien).

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Eine Bibliothek für das Kinderhaus

Endlich verfügt das Casa Daniela über eine eigene kleine Bibliothek, in welcher die Kinder selbstständig lesen, recherchieren und lernen oder zusammen mit ihren Lehrern Unterrichtsprojekte durchführen können.
Diese Bücherei konnte durch die großzügige Unterstützung von den Schülern des “Colegio Alexander Von Humbolt” und ihren Lehrern Frau de Piérola und Frau Lupe aus Lima eingerichtet werden!

iMuchas gracias!

Ein herzliches Dankeschön auch an Ronald Sas, der diesen Kontakt ermöglicht hat!

Die Kinder freuen sich sehr über diese Bereicherung des Casa Daniela und schmökern mit großer Begeisterung in ihrer neuen Bücherei!

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